Verfasst von: irinaglushkova Am: Mai 6, 2009
Thema: Finanzkrise, Folgen und Auswege. Russland und Deutschland im Dialog
Von Johannes Kapp und Irina Glushkova
Niveau: ab B2
Sozialform: Gruppenarbeit / Projektarbeit
Projekt-Übersicht:
1. Die Krise der Weltwirtschaft und des Finanzsystems – Ursachen und Auswirkungen
- Film (Comic) ansehen
- Neue Überschriften und Kommentare schreiben
2. Eine Definition für „Finanzkrise“ finden und formulieren (Wikipedia)
3. Die Folgen für Russland (Leseverstehen)
4. Die Folgen für Deutschland und Europa
5. Die Folgen in Russland und Deutschland vergleichen
6. Antworten und Lösungen finden
Projektaufgaben und Quellen:
1. Die Wirtschaftskrise in Bildern
Der Comic zum Absturz: Wie die Wall Street mit Hilfe von Häuslebauern auf wundersame Weise Geld vermehren wollte – und die Welt in den Abgrund riss.
„Willkommen in der Krise“ (Deutsche Welle)
Aufgabe: Schreiben Sie eigene Kommentare und Bildunter- oder Bildüberschriften dazu!
2. Definieren Sie den Begriff „Finanzkrise“
„Finanzkrise“ (Wikipedia)
Prinzipiell wird nach ihrer äußeren Erscheinungsform unterschieden zwischen Bankenkrisen, Währungskrisen, Finanzsystemkrisen und Krisen, in denen ein Land oder einzelne Länder ihre Auslandsschulden nicht mehr bedienen können.
3. Lesen Sie den Text und antworten Sie auf die Frage, welche Folgen die Krise für die Modehäuser in Moskau hat.
Die Folgen der Krise für Russland -
„Schluss mit Babuschka“ (Spiegel)
4. Informieren Sie sich über die Folgen der Krise in Deutschland und Europa
und äußern Sie sich dazu:
Arbeitsmarkt unter Druck
Die Wirtschaftskrise setzt dem deutschen Arbeitsmarkt immer mehr zu. Nach dem überraschend starken Anstieg der Arbeitslosigkeit im März sehen Experten auch im April kaum Anzeichen für einen Frühjahrsaufschwung. Das berichteten Bankenvolkswirte am Mittwoch in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Insgesamt waren nach Berechnungen der Fachleute im April rund 3,6 Millionen Männer und Frauen ohne Arbeit – das sind 150.000 mehr als im Vorjahresmonat. Die offiziellen Zahlen will die Bundesagentur für Arbeit am 30. April bekanntgeben.
Keine Erholung in Europa
Bundesbankpräsident Axel Weber sieht bislang keine deutlichen Anzeichen für eine konjunkturelle Erholung. Europas Wirtschaft habe in den ersten drei Monaten des Jahres mehr nachgegeben als erwartet, sagte er in einem Interview der in London erscheinenden “Financial Times” (Mittwochausgabe). Der Druck auf die Wirtschaft werde zwar etwas nachlassen angesichts von zwei “ziemlich guten” Monaten für den Bankensektor im Januar und Februar. Bisher gebe es aber keine klaren Signale, dass sich die Lage in Deutschland und Europa einpendle. Die Weltwirtschaft befinde sich immer noch inmitten eines deutlichen Abschwungs.
Nur wenige Firmen in der Kreditklemme
Wegen der Bankenkrise sind offenbar weit weniger Unternehmen in eine Kreditklemme geraten als befürchtet. Lediglich sechs Prozent der Firmen litten unter gekürzten Geldvergaben, gekündigten Finanzierungen oder eingeschränkten Kreditlinien. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Nürnberger Marktforschungsinstituts GfK hervor. “Damit macht sich die befürchtete Kreditklemme bislang kaum auf dem Markt bemerkbar”, kommentierte das Institut die Lage. Dennoch habe etwa ein Fünftel der Firmen krisenbedingt seine zunächst geplanten Investitionen verschoben. Knapp die Hälfte leide unter Umsatzrückgängen.
Kein neues Konjunkturpaket
Trotz schlechterer Wirtschaftsprognosen plant die Bundesregierung weiterhin kein drittes Konjunkturpaket. Zunächst müssten die beiden ersten Milliardenprogramme wirken, sagten Finanzminister Peer Steinbrück und Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg am Mittwoch nach dem Konjunkturgipfel im Kanzleramt mit Spitzenvertretern aus Politik und Wirtschaft. Allerdings zeichnen sich eine erneute Ausweitung der Kurzarbeit und Steuererleichterungen für Unternehmen ab.
5. Vergleichende Aufgaben:
Vergleichen Sie bitte die Situation in Russland und Deutschland.
Überlegen Sie sich, welche Auswege aus der Finanzkrise betrachtet werden können.
Erstellen Sie einen Podcast (eine Mp3-Datei) zum Thema und berichten, was Sie alles in Erfahrung gebracht haben. Sie können ihren Podcast auch als „Radiosendung“ präsentieren.
6. Antworten und Lösungen:
Versuchen Sie auf die Fragen aus dem folgenden Podcast die Antworten zu finden und stellen Sie Ihre eigenen Fragen an die TN:
Podcast «28 Fragen zur Finanzkrise» :
Brand eins-Podcast
Hilfreiche Quellen:
Schokolade hat in Deutschland Konjunktur
Nervennahrung Schokolade (Deutsche Welle)
Passend zur Finanzkrise bietet ein britisches Kaufhaus besondere Nervennahrung an:
Ab sofort ist dort Luxus-Schokolade mit dem Namen Credit Crunch zu kaufen, zu deutsch: Kredit-Knusper oder Kredit-Klemme. Schokolade ist in der Wirtschaftskrise ein gefragtes Produkt.
Bauprojekte werden gestoppt:
Die Wirtschaftskrise hat den Maschinenbau hart getroffen:
Maschinenbau Braunschweig – Weg aus der Krise? (Deutsche Welle)
Nachrichten aus Russland:
«Finanzkrise: Russland leidet mit» (Deutsche Welle)
Die Finanzmarktkrise hat zwar ihren Ursprung in den USA, doch die Auswirkungen verbreiten sich wie eine Welle rund um den Globus. Auch Russland bekommt das zu spüren und ist von den Auswirkungen betroffen.
Vor zehn Jahren wurde die russische Sprache durch das Wort “Default” bereichert. Diesen Fachausdruck aus der Finanzwelt kannte auf einmal jedermann in Russland, denn durch den Staatsbankrott und den Rubelverfall im August 1998 hatten Millionen Menschen ihre Ersparnisse verloren. “Gibt es wieder einen Default?” - lautete deshalb die bange Frage, die seit Beginn der US-Börsenturbulenzen durch die russischen Medien geistert. Denn die Turbulenzen an den internationalen Kapitalmärkten stürzten auch Russland in die schwerste Finanzkrise seit einem Jahrzehnt.
Wege aus der Krise:
Wege aus der Krise (Deutsche Welle)
Von der Finanz- zur Wirtschaftskrise (Deutsche Welle)
Opel ist überall (Die Linke Home)
Kurzarbeit (Spiegel)
Notfalls ein Leben wie Robinson (Goethe-Institut Home)